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Die 10 besten Angelspots in Griechenland

Griechenland ist ein Land mit außergewöhnlicher Angelgeografie. Allein die Festlandsküste erstreckt sich über 13.600 Kilometer, wenn man jeden Halbinselvorsprung und Einschnitt einbezieht; mit den über 6.000 Inseln ergibt sich eine Küstenlänge, die die Vorstellungskraft übersteigt. Felsige Meeresböden fallen in mediterrane Klarheit ab, Kalksteingebirge beherbergen kalte Forellenflüsse im Norden, und die Grenzseen mit Albanien und Nordmazedonien gehören zu den ökologisch ältesten Gewässern Europas. Kaum ein Land bietet eine so große Spanne von Salz zu Süß, von der Oberfläche bis in die Tiefe.

Ägäische Felsenküste — Zahnbrasse und Zackenbarsch

Das prägende Meeresangeln Griechenlands findet auf den Felsböden der Ägäis statt, wo Kalksteinriff, starke Sommersonne und Wasserklarheit von 20 bis 30 Metern ideale Bedingungen für große Raubbodenfische schaffen. Die Zahnbrasse (Dentex dentex) ist die Trophäenfische — ein silber-bläulicher Fisch mit kräftigen Kinnladen, der in der Ägäis über 6 Kilogramm erreicht. Sie bevorzugt Tiefen von 20 bis 50 Metern rund um Felsvorsprünge. Charterboote ab Volos, Kavala oder Alexandroupolis ermöglichen den Zugang zu Offshore-Felsböden, wo Zahnbrassen bis 4 Kilogramm regelmäßig begegnet wird.

Sporaden — Unterwassertopographie für Zackenbarsch

Die Sporaden-Inselgruppe (Skiathos, Skopelos, Alonnisos und Skyros) liegt im nationalen Meerespark von Alonnisos Northern Sporades — dem größten marinen Schutzgebiet im Mittelmeer. In den Pufferzonen außerhalb der strengen Schutzzonen leben hervorragende Populationen von Braunem Zackenbarsch (Epinephelus marginatus). Exemplare bis 10 Kilogramm werden durch Jiggen an steilen Felswänden in 30 bis 60 Metern Tiefe erbeutet.

Ionische Küste — Wolfsbarsch und Bernsteinmakrele

Das Ionische Meer an Griechenlands Westküste ist ruhiger als die Ägäis; sein Angeln bietet Bernsteinmakrele (Seriola dumerili) neben den ägäischen Hauptarten. Die Bernsteinmakrele ist ein pelagischer Räuber, der 50 Kilogramm überschreiten kann, wobei Fische von 8 bis 15 Kilogramm das typische Sportziel sind. Vertikales Jiggen mit schweren Metallködern an Unterwasserpinnacles in der Ionischen See bringt Bernsteinmakrelen den ganzen Sommer. Lefkada dient als nützliche Basis für Bootsfischen.

Prespa-Seen — Süßwasseraal und Forelle

Der Große Prespa-See liegt auf 853 Metern an der Dreiländergrenze Griechenland–Albanien–Nordmazedonien. Das griechische Dorf Agios Germanos am Ufer des Kleinen Prespa ist die Hauptbasis. Die schwimmenden Holzfischerhütten — traditionelle Palafitten — auf dem Kleinen Prespa sind von der UNESCO anerkannt und das meist fotografierte Motiv der Region. Die Seen halten große Aale, Karpfen und endemische Fischarten. Dalmatinische Pelikane brüten auf den Seeinseln.

Aliakmon — Forellen in Nordgriechenland

Der Aliakmon ist mit 297 Kilometern Griechenlands längster Fluss. In seinen Quellgewässern bei Siatista und Kastoria hält er Wildforellen in kaltem, klarem Wasser. Der Abschnitt oberhalb des Polyfytos-Stausees ist das Hauptforellengewässer. Fliegenfischen mit lokalen Ephemera-danica-Imitationen bringt Ergebnisse von Ende April bis Juni. Erlaubnisse beim Angelverein Kozani.

Evros — Riesenwelse und Karpfen

Der Evros (Maritsa/Meriç) bildet Griechenlands Nordostgrenze zur Türkei. In seinen Unterläufen ist das großes, langsames, fruchtbares Flussland mit Welsen über 80 Kilogramm in den Tiefkolken — ein legitimes Ziel für Wels-Spezialisten. Große Karpfen und Brassen bevölkern die ruhigeren Abschnitte. Das Evros-Delta ist Ramsar-Feuchtgebiet; Bootszugang von Alexandroupolis.

Rhodos und Dodekanes — Südliche Ägäis

Rhodos und die umgebenden Dodekanes-Inseln bieten hervorragendes Angeln im warmen südlichen Ägäis ganzjährig. Grundfischen an den Felsküsten von Rhodos — besonders bei Kap Prasonisi — bringt Meerbrassen, Meerbarben und gelegentlich große Zahnbrassen. Angelcharter legen von April bis November von Mandraki-Hafen in Rhodos-Stadt ab.

Trichonida-See — Große Karpfen in Westgriechenland

Der Trichonida-See bei Agrinio in Westgriechenland ist Griechenlands größter natürlicher See (96 Quadratkilometer) und hält Karpfen bis 12 Kilogramm, Aale und Zander in für griechische Süßgewässer ungewöhnlichen Mengen. Bootsfischen ist der wirkungsvollste Ansatz; beste Karpfenzeit von Mai bis September.

Voidomatis-Fluss — Forellenanglens Herzstück in Epirus

Der Voidomatis entspringt einem Karstquell am Fuß der Vikos-Schlucht — einer der tiefsten Schluchten der Welt bei 900 Metern — und die Quellen halten den Fluss auch im August bei 10°C. Bachforellen gedeihen in diesem kalten, kristallklaren Wasser; im Nationalpark Vikos-Aoos gilt auf den oberen 8 Kilometern Catch-and-Release. Das Nebeneinander von ragenden Kalksteinwänden und dem stillen Fluss darunter ist eine der großen Angelkulissen Europas.

Auf der Karte

Griechenlands Angelgeografie — von den Zahnbrassenriffen der Ägäis bis zum Voidomatis-Karstquell, vom Sporaden-Meerespark bis zu den Prespa-Grenzenseen — verlangt eine Karte. Nutze die interaktive Karte, um die Küstenlinie und die Binnengewässer zu erkunden, und finde Griechenland auf der Karte im Kontext der weiteren Balkan- und östlichen Mittelmeerregion.